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Xplore Wien 2013

Aktuell sind 24 Gäste und keine Mitglieder online

delta®

delta

Seine Workshops:

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delta® ist TanzPerformer, Choreograph, Regisseur, Art Director und Licht- & Bühnen-Künstler seit Ende der 70-er Jahre

1985 startete er seine autodidaktischen Experimente mit Tanz, speziell mit dem deutschen Ausdruckstanz der 20er Jahre und dem japanischen Butoh-Tanz. Er arbeitete in Tokyo mit Tetsuro Tamura, Akaji Maro, Kazuo Ohno and Anzu Furukawa.

1987 gründete er tatoeba-THÉÂTRE DANSE GROTESQUE mit Minako Seki und Yumiko Yoshioka in Berlin.

Seit 1995 ist er zusammen mit Yumiko Yoshioka Kurator und künstlerischer Leiter des im 4-jährigen Turnus statt findenden Tanz- und Workshopprojekts "eX...it!" (international symposium and dance exchange project) auf Schloss Bröllin.

1998 begann er sich mit interaktivem Tanz zu beschäftigen und zugleich widmete er sich der Behandlung von Füßen.
So entwickelte er seine rituellen Fußwaschungen - einer Verschmelzung aus künstlerischem Ritual und Wohlfühlgefühl für Füße und Seele.

Seit 2000 arbeitet er vor allem mit Felix Ruckert in Berlin und Gregor Weber in Köln zusammen.

Über Felix kam er mit Zeitgenössischem Tanz in Berührung und nahm an mehreren interaktiven Performances von Felix Ruckert teil, wie “Deluxe Joy Pilot”, “Ring”, “Love Zoo” und “Secret Service”. Ausserdem war er des öfteren Dozent der xplore.

Seit 2004 ist er administrativer Direktor des Fördervereins Compagnie Felix Ruckert Berlin e.V. und seit 2008 auch der schwelle7.

Als Mitglied des Veranstalter Teams der Xplore Festivals ist er vor allem zuständig für die allgemeine Produktionsorganisation, insbesondere: allgemeine Administration und Finanzen, Website und Drucksachen, Anmeldung und Teilnehmerbetreuung.

  

  

  

Mental Bondagedelta-mentalBondage

An inner voyage Butoh dance workshop

As my artistic background is based in Butoh dance I want to share an inner voyage approach to improvisation.

In this workshop, we will use the expressive form of Butoh to create absurd and fantastical dialogues in the fields of feeling. By dancing we turn into story-tellers whose bodies create an affair of the in-between, clasped by moments of spirituality.

We will examine these fields of feeling by taking positions and by jumping into emotions. We will also become aware that a little taste of dominance and submission can make us more playful.

Photo: © Peter Banki

  

  

Pönitenz - Sühne durch Schmerzdelta-penitence

Pönitenz, ein Begriff aus der Kirchensprache, bezeichnet eine von der Kirche oder auch selbst auferlegte Buße (lat. poenitentia, Reue).

In diesem Workshop geht es darum, die Geschichte von Verfehlung, Sünde, Regelbruch und die darauf folgende Reue, Buße und Strafe näher zu beleuchten. Besonders die Strafe hat für uns alle einen leidvollen Aspekt. Ob es nun körperliche oder auch seelische Strafe sein mag, alles was uns weh tut, kann uns aber auch etwas lehren, wenn wir uns bewusst in den Schmerz hinein geben.

Wir alle haben unsere Erfahrung mit Strafe gemacht, in der Kindheit oder auch als Erwachsener. Die einen mehr seelisch wie etwa durch Demütigung oder Liebesentzug, die anderen mehr körperlich durch allerlei Arten von Schlägen oder andere schmerzhafte Maßnahmen. Jeder von uns geht mit seinen Erfahrungen anders um und die meisten sind dabei, diese ein ganzes Leben lang in verschiedenster Art zu reproduzieren. Die einen kompensieren als Elternrollenspieler indem sie andere maßregeln und strafen, die anderen wählen lieber die Kindrolle und fühlen sich mit dem Erleiden von Demütigung und Strafe wohl. Dieses Verhalten findet man im "realen" Leben als auch im Liebesspiel.

Ist einmal kein Gegenüber da, der Buße abverlangt, so entwickeln viele das Instrument der Selbstbestrafung, vom Entzug der Nahrung (Bulimie, Magersucht) über allerlei Psychosomatiken bis hin zur religiös bedingten Selbstgeißelung (Opus Dei). Die Bewußtmachung von unterbewussten Strafmechanismen und deren symbolisches Ausagieren kann therapeutische Qualitäten bekommen und uns helfen mit traumatischen "Schuld und Sühne" Erlebnissen klar zu kommen und nicht mehr unseren Körper mit allerlei Krankheiten malträtieren zu müssen.

Wir werden uns in diesem Workshop über die verschiedenen persönlichen Erfahrungen mit Regelbruch und Strafe austauschen, über evtl. somatische Selbstbestrafungen nachdenken und uns spielerisch an Hand von Strafszenarien (auch praktisch-schmerzlich) damit auseinandersetzen.

Photo: © Mélanie Le Grand